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Rückblick auf die integra® 2024: 5. – 7. Juni 2024

Fachmesse für Pflege, Reha und Therapie

Mit insgesamt 10.062 Besucherinnen und Besuchern verzeichnete die Messe ein Besucherplus von 11,8 Prozent im Vergleich zur Veranstaltung im Jahr 2022. 

Die integra feierte 2024 nicht nur ihr 30-jähriges Jubiläum, sondern war erneut ein Leuchtturm für Inklusion und Diversität in der Gesellschaft. In den Festreden sowie im Rahmenprogramm stand die Bedeutung von Inklusion und die Notwendigkeit neuer Formen der Pflege und digitaler Kompetenzen im Mittelpunkt. Das Besucherplus und die positiven Rückmeldungen seitens der Unternehmen, Verbände und Vereine, Institutionen sowie Besucherinnen und Besucher unterstreichen den Stellenwert der integra als Österreichs wichtigste Fachmesse für Pflege, Rehabilitation und Therapie. Mit rund 240 Ausstellern bot sie einen abwechslungsreichen Branchenmix und damit die ideale Plattform, um die neuesten Entwicklungen, Produkte zu entdecken. Besucherinnen und Besucher hatten darüber hinaus die Möglichkeit, innovative Hilfsmittel, Fahrzeuge, Mobilitätshilfen, barrierefreies Bauen und Wohnen sowie digitale Lösungen kennenzulernen. Ein weiterer Schwerpunkt der Messe lag auf dem Thema “Kinder-Reha”. Hier wurden neue Hilfsmittel vorgestellt, um Kindern und Jugendlichen den Alltag zu erleichtern.

Bildungsplattform integra
Unter dem Motto “Lebensqualität durch Inklusion” wurden bei der Auswahl von 30 Vorträgen, 21 Workshops und 20 Kurzvorträge neben den zentralen Themenblöcken Pflege & Pflegezukunft, Therapie und Inklusion auch Fragestellungen aus den Bereichen berufliche Integration, rechtliche Aspekte, Psycho-Hygiene, Demenz, Digitalisierung & Technologien und viele mehr aufgegriffen. Wer das Gehörte nochmals nachlesen möchte oder einen Vortrag verpasst hat, findet noch bis Sommer 2024 Handouts von Vortragenden von rund 30 Vorführungen und Workshops auf der Homepage integra.at

Inklusion durch Sport
Die integra 2024 bot zusätzlich zum Bildungs- und Aktionsprogramm eine Spielzone – powered by ORTHOtechnik family, Produktvorführungen und Mitmach-Workshops im Aktiv-Dome sowie die Möglichkeit, am Kletterturm der Naturfreunde OÖ die Paraclimbing-Profis Angelino Zeller und Markus Pösendorfer kennenzulernen und selbst das Klettern auszuprobieren. Wer nicht ganz so hoch hinauswollte, besuchte die Sportzone. Die Freude und Lust an der Betätigung standen hier an den drei Messetagen im Vordergrund. In Zusammenarbeit mit dem ÖBSV (Österreichischen Behindertensportverband) und mit Unterstützung von Otto Bock konnte etwa Paracycling und Paratennis, Boccia, Rollstuhl-Basketball oder Bogensport ausprobiert werden. Am 6. Juni eroberten während der „Schoool Games“ Schülerinnen und Schüler mit Behinderung die Sportzone, um sich im fairen sportlichen Wettkampf zu messen.

Premiere: Jobbörse „I love my job“
Ebenfalls am 6. Juni feierte die „Jobbörse ‚I love my job‘“ Premiere auf der integra 2024. Im Foyer der Halle 20 standen die Herausforderungen und Chancen im Bereich der Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigungen im Fokus. „Wir suchen Mitarbeiter und wir suchen Menschen mit besonderen Bedürfnissen“, freut sich etwa Lisa Haunschmidt, Personalplanerin IKEA über Bewerbungen. „Für uns ist es ganz wichtig, Präsenz zu zeigen. Wir möchten Menschen mit Behinderungen bei uns anstellen. Wir freuen uns sehr über Bewerbungen. Wir haben österreichweit mittlerweile 1000 Menschen mit Behinderungen eingestellt. In den unterschiedlichsten Handelsfirmen bei Billa, Bipa und Penny“, so Sandra Edelmann, Diversitätsmanagerin bei REWE, über die Teilnahme in der Jobbörse. Das Thema der beruflichen Integration fand sich auch in Workshops und Vorträgen der integra 2024 wieder. Etwa in der Vorstellung eines Job-Matching-Tools. Für den Vortragenden Dr. Urban Schwegler von ParaWork steht fest: „Es ist wichtig, jeden Menschen mit seinen Fähigkeiten zu betrachten und nicht mit seinen Einschränkungen.“ Im Vorfeld der Messe hatten das Land OÖ und die Wirtschaftskammer OÖ ein neues Beschäftigungsmodell präsentiert: Der Inklusionszuschuss für Unternehmen und 23 weitere Maßnahmen soll die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen am Arbeitsmarkt verbessern. Mehr Informationen finden Sie hier

Die integra 2024 war während der drei Messetagen eine Plattform für den Austausch zwischen Herstellern, Fachleuten, Therapeuten, Pflegefachkräften und Dienstleistern. Wichtige Entscheidungsträger des Fachhandels und der Sanitätshäuser aus ganz Österreich und den angrenzenden Regionen informierten sich bei den Ausstellern und im Rahmenprogramm über die relevanten Neuerungen in der Messe Wels. Insgesamt bot die Messe eine Vielzahl an Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden, die zur Förderung der Selbstständigkeit und Unterstützung im Alltag beitrugen. Die Messe, 1988 von Assista gegründet, findet seit 2004 in der Messe Wels statt, die nach 2022 bereits zum zweiten Mal als Veranstalter für die Organisation der integra verantwortlich zeichnet. „Wir haben 1988 in Altenhof mit nur wenigen Ausstellern begonnen. Jetzt ist es eine Messe mit 240 Ausstellern. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir das Jubiläum hier feiern dürfen“, so die Assista-Geschäftsführer Markus Lasinger und Hermann Wiesinger.

Die nächste integra findet vom 10. bis 12. Juni 2026 statt.

„Oberösterreich ist das Land der Wirtschaft und des Zusammenhalts. Menschen mit Beeinträchtigung gehören in die Mitte der Gesellschaft. Der soziale Zusammenhalt ist ein wichtiger Faktor in Oberösterreich, er ist einer der Gründe, warum Oberösterreich auch wirtschaftlich so stark ist. Das Land Oberösterreich ist in vielen Bereichen der Inklusion Vorreiter. So geht etwa das Ausbauprogramm für Wohnplätze für Menschen mit Beeinträchtigung unvermindert weiter: Bis 2027 entstehen pro Jahr 100 Plätze. Kein anderes Bundesland stellt mehr Betreuungsplätze zur Verfügung. Dazu ist auch Pflege ein zentrales Thema der Zukunft. In diesem Bereich wird, wie in vielen anderen Bereichen unseres täglichen Lebens, Digitalisierung eine zentrale Rolle spielen. Sie wird viele neue Möglichkeiten bieten und so die Lebensqualität steigern.“

OÖ Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer